Die Peenetal/Loitzer Ideen haben die Jury überzeugt und wir sind in Phase III

 

Wettbewerb Zukunftsstadt: Loitz in einer Liga mit Dresden und Ulm

 

Mit wissenschaftlicher Begleitung der Hochschule Neubrandenburg hat sich die Stadt Loitz in einem harten, dreijährigen Wettbewerb den Titel „Zukunftsstadt“ erarbeitet. Das Bundesministerium für Forschung und Entwicklung lobte das Städtchen am Peenefluß vergangenen Freitag gemeinsam mit sechs weiteren Städten als Gewinner des Wettbewerbs aus. Nun geht es in die dritte Phase – die Umsetzung der Ideen.

Was hat die idyllische 4.300-Einwohnerstadt Loitz im Landkreis Vorpommern-Greifswald, mit den Städten Bocholt, Dresden, Friedrichsstadt, Gelsenkirchen, Lüneburg und Ulm gemein? Sie alle sind Gewinner des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das hat das BMBF am vergangenen Freitag bekannt gegeben.

Im Wettbewerb „Zukunftsstadt für nachhaltige Entwicklung“ bringen seit 2015 Teams aus Bürgern, Wissenschaft, lokaler Politik, Wirtschaft und Verwaltung ihre Vorstellungen und Ideen ein. Insgesamt umfasst die Aktion drei Phasen: Von der Entwicklung einer gemeinsamen Vision für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft in der Stadt über die Planung der Umsetzung bis hin zur nun anstehenden Realisierung der Vorhaben. Damit die Gewinner im Jahr 2019 ihre Ideen zu den Herausforderungen der Zukunft verwirklichen können, stellt das BMBF insgesamt über 10 Millionen Euro zur Verfügung.

„Mir ist es wichtig, dass die Menschen auch in Zukunft in lebenswerten Städten wohnen können. Deshalb unterstützen wir die Menschen vor Ort dabei, ihre Ideen für die Zukunft ihrer Heimat mit Hilfe der Wissenschaft zu realisieren. Die Gewinner haben kreative Konzepte für eine nachhaltige Entwicklung und für ein gutes und gesundes Leben in ihrer Stadt vorgelegt. Ich bin gespannt, wie die Städte ihre guten Ideen umsetzen!“ lobte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek die Preisträger.

Bei der Auswahl der Sieger unterstützte eine Jury unabhängiger Experten das BMBF. Sie wählte sieben aus 22 Bewerbungen zur Förderung aus. Die Kleinstadt Loitz war dabei der einzige Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern. „Unsere Stadt konnte sich gegen ursprünglich 160 weitere behaupten. Das macht uns natürlich stolz. Möglich wurde unser Erfolg nur durch das breite Engagement der Bürgerinnen und Bürger, Vereine und der großartigen Unterstützung der Hochschule Neubrandenburg durch das Team von Prof. Dehne. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für den großen Einsatz“, sagt die designierte Bürgermeisterin Christin Witt und setzt fort: „Den Gewinn sehen wir als Ansporn, unsere Bemühungen der vergangenen Jahre engagiert weiter zu führen und wir werden mit großer Freude daran arbeiten, unsere Vorhaben für eine nachhaltige Entwicklung konkret vor Ort zu verwirklichen“. Dazu zählen insbesondere die Reallabore mit denen Zuzug angestrebt wird, das Quartier der Generationen sowie die stärkere Kommunikation und die weitere intensive Einbindung in die Beteiligungsprozesse um die Herausforderungen des demografischen Wandels gemeinsam anzupacken und einen Imagewandel für das kleine Amt einzuleiten.

14.11.2018
HS Neubrandenbur/Amt Peenetal/Loitz