Phase I

Herzlichen Glückwunsch, das Amt Peenetal/Loitz ist auch weiterhin „Zukunftsstadt“! Die tollen Ergebnisse der Kreativphase haben die Jury auf Bundesebene überzeugt. Wie ist es dazu gekommen?

„Alles ist möglich, alles ist erlaubt!“, so lautete das Motto. Neun Monate lang machten sich die Einwohnerinnen und Einwohner des Amtes Gedanken über ihre Zukunft, entwarfen einen Zukunftsbaum und Guckkästen, führten Zukunftsmärchen auf, entwickelten bspw. die Idee von Zukunftshändlern und diskutierten in Zukunftswerkstätten.

Paradies auf den (z)weiten Blick, Der (Z)weite Blick von der Peene ins Land, Auf dem Weg zum Miteinander, KommunikationsWege, Wohnen, Arbeiten und Freizeit in der Nähe von Greifswald – das waren die Leitbilder und großen Überschriften, die schließlich diskutiert wurden. Viele Ideen, Projekte und Schlagworte wurden formuliert und visualisiert. Am Ende der zweiten Zukunftswerkstatt war klar:

  • die Dörfer müssen lebendig bleiben,
  • die Stadt Loitz bzw. der Leerstand in Loitz ist das Problem,
  • die Peene und die Nähe zu Greifswald sind die Stärken,
  • Grundlage für alles sind Gemeinschaft und Kommunikation,
  • wir brauchen mehr Aufmerksamkeit und „verrückte Leute“ und
  • die 77 formulierten Projektideen tragen zur Lebensqualität bei und müssen angepackt werden.

Die Vision unter folgendem Link fasst die Diskussionen und Ideen der Kreativphase einmal erzählerisch zusammen: Zukunftsvision Peenetal/Loitz 2030+

 

Der Weg zur Vision Peenetal/Loitz 2030+ im Detail

Die Vision „Peenetal/Loitz 2030“ sollte in einem gemeinschaftlichen und gleichberechtigten Dialog von Politik, Verwaltung, Bürgerschaft und Wirtschaft entwickelt werden. Nur so konnte sie nachhaltig, verankert und nachhaltig sein. Die Bürgerinnen und Bürger sollten gerade nicht beteiligt werden. Ihnen sollte vielmehr eine Stimme und Gestaltungskraft gegeben werden. Die erste Phase des Wettbewerbs stand im Amt Peenetal/Loitz deshalb ganz im Zeichen uneingeschränkter Kreativität und jeder konnte mit seinen Ideen und kreativen Möglichkeiten mitmachen. Die Peenetäler und Loitzerinnen waren aufgefordert, Wünsche und Projektideen zur Zukunftsgestaltung ohne Gedanken über Machbarkeit und Finanzierung zu entwickeln und diese schließlich zu einer Vision 2030+ zusammenzufügen.

Folgende Elemente gaben dem Prozess eine Struktur

Auftakt gestalten – Neugier wecken: Mithilfe des Medienpartners Nordkurier wurden im August 2015 Postkarten an alle Amtseinwohnerinnen und -einwohner verteilt und auf die Kreativphase hingewiesen. Ein Handbuch erläuterte die Idee der Kreativphase und gab Hintergrundinformationen für den Blick in die Zukunft. Es wurde breit gestreut und auf der Auftaktveranstaltung, den Sitzungen der Gemeindevertretungen, den Vorlesungen an besonderen Orten und mit einem Presseartikel noch einmal besonders präsentiert.

Zeit geben – Kreativphase: Bis Ende Februar 2016 hatten die Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Vereine und Initiativen des Amtes Peenetal/Loitz dann Zeit, ihre Ideen und Projekte für die Zukunft zu entwickeln. Sie wurden dabei ganz bewusst sich selbst überlassen. Jeder und jedem sollte die Chance zum Selbermachen und Mitreden gegeben werden. Und es hat funktioniert.

Impulse geben – Vorlesungen an besonderen Orten: Lediglich die von der wissenschaftlichen Begleitung organisierten „Vorlesungen an besonderen Orten“ dreier Wissenschaftler vermittelten Anregungen und Impulse. Im Feuerwehrhaus Trantow wurde der Wandel der ländlichen Räume und gute Beispiele des Umgangs damit von Prof. Dr. Bombeck von der Universität Rostock vorgestellt. Der Mobilitätstag mit Frank Schwartzbach vom InnoZ (Berlin) im Mehrgenerationenhaus Görmin war eine Mischung aus Vortrag und Mitmachen. Mit dem Zukunftsforscher Klaus Burmeister ging es im Kulturkonsum Loitz um zukünftige technische Entwicklungen unter dem Stichwort „4.0.“.

Diskutieren und Zusammenführen – eine Vision entsteht: Auf der ersten Zukunftswerkstatt am 11.03.2016 wurden die Ergebnisse der Kreativphase öffentlich präsentiert und diskutiert: vom Zukunftsmärchen, Guckkästen von Schülerinnen und Schülern, über die Zukunftshändler und einem Film des Kulturkonsums,  bis zum Nielitzer Zukunftsbaum, gemalten Zukunftsbilder und Collagen, einem Vortrag als Untergangsszenario und anschaulichen Zukunftsmodelle vom Dorfgemeinschaftshaus in Sassen.

Auf der zweiten Zukunftswerkstatt am 29.04.2016 wurden die Ideen gemeinsam analysiert, thematisch sortiert und in kleinen Themenrunden zu Zukunftsüberschiften und ersten Visionsskizzen verdichtet. Zunächst war das nicht einfach. Am Ende ergab sich aber doch eine klare Kontur und ein gefüllter Ideenspeicher. Herausgekommen sind 77 Projektideen in elf Handlungsschwerpunkten: (1) Lebenskultur, (2) Ortsbild und Architektur, (3) vernetzte Region/Digitalisierung, (4) Wohnen in Stadt und Dorf, (5) Mitmachen und Mitgestalten, (6) Naturraum Peene, (7) Mobilität, (8) Arbeit und Wertschöpfung, (9) Gesundes Leben, (10) Bildung/Lebenslanges Lernen, (11) Einzelhandel und Logistik.

Die Kommunikation und Vernetzung nach innen und außen, die Entwicklung einer urbanen Kleinstadt Loitz, die Weiterentwicklung lebendiger Dörfer im Amtsgebiet und eine integrierte Mobilität sind die aus den Diskussionen abgeleiteten vier Themenschwerpunkte. Sie sollen in der Planungsphase angegangen und damit die Vision verwirklicht werden.

 

 

Bericht – Phase I